Ist unser Geldsystem nachhaltig?
Heutzutage sind immer mehr Leute um die Nachhaltigkeitsfrage besorgt, aber es ist ganz merkwürdig, zu finden, dass es zwar sehr wenige Versuche gebe, um diese Vorstellung für das währungspolitische Reich anzuwenden. Alle sind ganz davon bewußt, wie verwüstend die währungspolitische Krise für jede nationale Wirtschaft ist, denn wir mehrere Fälle überall auf der Welt (Asien in 1997, Rußland in 1998, Argentinien in 2002) gesehen haben, aber es ist mir ganz schwierig, mich vorzustellen, dass die finanzielle Experte über den Aufbau einer nachhaltiger Geldsystem debattieren.
Margrit Kennedy, deutsche Architektin, ist eine der wenigen Personen in der Welt, die sich bemüht haben, dieser Frage je eine Antwort zu geben. Sie entdeckte, dass das aktuelle währungspolitische System ungünstig für die von ihr gemachten ökologischen Gebäuden ist und sie fing an, den währungspolitischen Aspekt von unserem wirtschaftlichen System zu studieren, zu schließen, daß es mehrere strukturelle Schuld hat. Hier ist ihr Haupttatbestand von ihrer Hauptwerk "Geld ohne Inflation noch Zins."
Das mit dem Zinseszins ausgestattete aktuelle währungspolitische System verpflichtet unsere Wirtschaft dazu, ewig und noch mehr als zuvor zu wachsen. Dieses Phänomen ist ungewöhnlich in der natürlichen Welt aber, zum Beispiel halten Menschen ihren physischen Wuchs an, wenn sie Erwachsene werden, und die wirtschaftliche exponentielle Kurve wird bestimmt, allen natürlichen und/oder menschlichen Ressourcen bevor den Zerfall verbrauchen soll, wie der Krebs beschleunigt sein Wuchs bis zum endlichen Tot des ganzen Körper.
2. Ziunszurückzahlung ist eine große Last für jedes Projekt
Wir bezahlen Zins, nicht nur wenn wir unsere Schulden zurückzahlen, aber auch, wenn wir für alle Güter und/oder einen Dienst bezahlen. Teil Ihres Busfahrpreises wird ausgegeben, um die Schulden der Busgesellschaften mit Zins zurückzuzahlen, und Kennedys Schätzung nach ist das Prozent des Zinses auf unserer Zahlung ungefähr ein Viertel im Durchschnitt. Es ist ganz wichtig, zu merken, dass dieses Zins einige ökologische Projekte "unrentabel" mache.
3. Ungerechte Umverteilung des Reichtumes durch Zins
Aber der wichtigste Punkt des Zinses im Verhältnis zur wirtschaftlichen Demokratisierung ist, dass dies den Reichtum der Armen für die Reichen überträgt: Offensichtlich jene ohne Geld die Bedürfnis hat, es zu borgen, wenn sie etwas Großes (Haus oder Auto, zum Beispiel) kaufen müssen, und sie müssen den Zins zusätzlich zur Kapitalsumme zurückzahlen, während die Wohlhabende diesen Umstand nutzen können, sich noch mehr zu bereichern. Kennedy zeigt, dass mehr als 80% der Bevölkerung mit diesem System Geld verlieren, während nur ein Paar Superreiche von diesem System verdienen können, und sie wirft eine Frage auf, ob ein währungspolitisches System mit solchem Merkmal vom Standpunkt der gesellschaftlichen Gerechtigkeit erlaubt wird.
Banca Etica: eine Bank für gesellschaftliche und/oder ökologische Projekte
Dieser Netzraum wird auch darum benutzt, um Ihnen einige andauernde Praktiken zu zeigen, die den Weg zur wirtschaftlichen Demokratisierung hinzuweisen scheinen und sich erweisen, dass das, was ich vorhabe, nicht undurchführbar ist.
Banca Etica(Ethische Bank), die 1999 in Padua (Padova in Italienisch), Italien gegründet war, ist ein gutes Beispiel, unseren Vermögenswert zu gesellschaftlich-und/oder-umweltsmäßig verantwortlichen Projekten zu gießen. Seitdem hat sie mehr als >€400 Millionen von mehr als 20.000 Mitgliedern versammelt und dieses Geld für mehr als 1.700 Projekte investiert.http://www.bancaetica.com/ (auf Italienische, Englisch und Französisch)
Diese Bank wurde von einer Gruppe von Leuten geschaffen, zum Beispiel Aktivisten für Vereine und Mitglieder der Kooperativen, die nicht mit konventionellen Banken (lesen Sie meine letzte Post, warum zu lernen) zufrieden gestellt wurden. Die Sparer können eins von den vier Reichen (gesellschaftliche Kooperation / ökologische Projekte / Hilfe zu Entwicklungsländern / kulturellen Veranstaltungen) wählen, wo ihre Ersparniss benutzt wird, und die Bank analysiert die gesellschaftliche und/oder ökologische Wirkung des Projekts sowie als ob der Entleiher Geld zurückzahlen kann, um sich zu entscheiden, ob ein Kredit gegeben wird oder nicht. Hier sind ein Paar Beispiele von Projekten, die von dieser Institution finanziert worden sind.
- Fairer Handel für einen honduranischen Kaffeekooperative
- Wiederaufbauf eines historischen Bezirkes in Riace, SüdItalien
- Organischer Bauernhof in einem benedictinischen Mönchskloster
- Organische Landwirtschaft, um die Abhängigkeit der Leute von der Schattenwirtschaft zu verringern
- Unterstützung für die Drogensüchtigen
- Gesundheitunterstützungssystem fur die Prostituirte
- Wirtschaftshilfe zu Albanien
Und ein weiteres Merkmal dieser Bank ist sein Management von seinen eigenen Sparern, obwohl in der Tat indirekt durch ihre Vertreter. Transparenz auf allen Informationen über Kredite wird gewährleistet, und irgendjemand, der in diese Agentur verwickelt wird, hat auf seiner Verwaltung ein klares Bild. Vielleicht ist Ihr Profit von Banca Etica kleiner als in anderen normalen kommerziellen Banken, aber Sie werden immer stolz auf das sein, was Ihr Geld (Ihr Beitrag zur Gesellschaft und/oder der Mutternatur) erreicht. Klingt das Ihnen nicht gut?
Demokratie und Finanz
Die Diskussion über das demokratische Management innerhalb der Firmen genügt nicht, unser letztes Ziel zu erlangen: es ist auch wichtig, nochmals Banken und andere finanzielle Institutionen zu untersuchen, denn dieser Sektor bestimmt, welche Arten von Projekten zu entwickeln.
In der Tat wird der finanzielle Sektor unter anderen wirtschaftlichen Schauspielern am wenigsten demokratisch kontrolliert. Sie deponieren Ihr Geld bei einer Bank, zum Beispiel US$10.000, und Ihre einzige Sorge ist der Zinssatz, in anderen Wörtern die Wachstumsrate Ihres Vermögenswertes, vorausgesetzt, dass die Chance für die Zahlungsunfähigkeit Ihrer Bank null ist. Sie sind froh, wenn Sie einen höheren Ertrag bekommen, und es ist Ihnen einerlei, ob dieser Wuchs von McDonald’ oder eines organischen Bauernhofes, von den verarmten Arbeitern Nikes in Südostasien oder von bescheidenen Handwerkern in Italien, von einem Zerstörer des Regenwaldes in Brasilien oder von einer NGO für die Wiederaufforstung in den Philippinen(ich bin nicht sicher, ob Wiederaufforstung in unserer heutigen Wirtschaf als ein gewinnbringendes Projekt betrachtet wird oder nicht, aber dies ist nur ein Beispiel) kommt.
Diese Struktur führt zur Gedeihung der ökologisch oder gesellschaftlich verwürstenden Projektes, während es den gesellschaftlichen Unternehmen ganz schwierig bleibt, genug finanziert zu werden. Normalerweise können Sie mehr Geld verdienen, indem Sie Menschenrechte und Umgebung ignorieren, weil die Überlegung auf diesen Aspekten Ihnen überhaupt keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen bringt(obwohl die Firmen das Risiko von Boykott und/oder anderen Sanktionen eingehen, wenn sie insofern zu weit gehen), und es ist ganz natürlich, dass die Direktoren sich eher für die Sparung der Kosten interessieren, als für die Verbesserung des Lebensstandards ihrer Angestellten und/oder der Umgebung. Aber ich sehe keine logische Beständigkeit in jenen, die behaupten, dass die Gesellschaft, für die sie arbeiten, ihnen genug bezahle nicht und dass der Zinssatz für ihre Ersparniss zu niedrig sei.
Wir müssen es möglich machen, dass wir es überprüfen können, wie unser Geld benutzt wird, wenn wir eine menschlich und ökologisch freundliche Wirtschaft haben wollen. Die zivile Kontrolle über das Geld ist unentbehrlich, wenn wir unser monetäres Mittel den gesellschaftlich und/oder umweltsmäßig verantwortlichen Projekten leiten wollen. Oder sind wir froh, mehr Geld zu annehmen, während wir die Andere oder unser eigenes Ökosystem verarmen?
Weder Kapitalismum noch Kommunismus
Unser Wirtschaftsystem heißt heute Kapitalismus, weil die Firmen (wichtigste wirtschaftliche Schauspieler) für das Kapital (sogenannte Investoren oder Aktionäre) dienen sollten und offensichtlich sehr undemokratisch geleitet werden: die meisten Firmen gehören den Aktionären, die diese wirtschaftlichen Schauspieler nur als ihre Einkommensquelle sehen. Die Arbeiter werden, in diesem Gedanken, gleich wie Maschinen, Computer und andere Werkzeugen behandelt, die für ihren Ertragschaffungsprozess notwendig sind, und die Direktoren werden gezwungen, immer unter dem Druck der Aktionäre, so viel wie möglich zu sparen, um den Gewinn zu maximieren. Sie eröffnen ihre Fabrik in China, wo sie jemanden bekommen können, der für US$100 pro Monat arbeiten will, während sie eine andere in USA, in Westeuropa oder in Japan schließen, wo sie mehr als zehnmal für die gleiche Arbeit bezahlen müssen, nur „um die Ausgabe zu verringern.“ Natürlich gibt es Gesetze in jedem Land für die Schützung der Arbeiter, aber es ist eine universale Regel, dass die Manager Ihre Angestellte nur auf das gleiche Niveau wie Maschinen setzen, mit der folgenden Priorität: 1) Aktionäre (denn sie gekündigt werden, wenn sie ihnen Geld nicht erbringen), 2) Klienten (denn sie ihnen Geld geben) und 3) Arbeiter (denn sie leicht ersetzbar sind).
Wir müssen den Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft klar machen, weil der Kapitalismus ohne Marktwirtschaft ist möglich wie die Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Ein gutes Beispiel des Kapitalismus ohne Marktwirtschaft ist Monopol(Windows, zum Beispiel), wo der einzige Versorger der Güter und/oder Diensts seinen Preis so hoch wie möglich hebt, um mehr zu verdienen. Und man kann einige wirkliche Experienz der Marktwirtschaft ohne Kapitalismus erblicken, sogar heute, zum Beispiel beim Bauernmarkt, wo die Produzenten überhaupt nicht von jemandem regiert werden.
Letztes Jahrhundert sah man die Geburt und den Tod einer Alternative zum Kapitalismus: kommunistische Länder verstaatlichten alle Firmen, um diese von Aktionären zu befreien und den Lebensstandard der Arbeiter zu verbessern. Der Mangel an Verfolgung für die Effizienz, im Kapitalismus immer und gewaltsam in der Form des Druckes der Aktionäre, verschlechterte aber diese Firmen und die meisten Länder mußten dieses Regime, ausschließlich Kuba und Nordkorea, aufgeben.
Die beiden Systeme sind ähnlich im Punkt, dass die Arbeiter überhaupt keinen Zugang zum Management der Firma haben, für das sie arbeiten. Sie sind dem System ausgeliefert, das sie überhaupt keineswegs kontrollieren können, und es macht wenige Unterschied, ob es von privaten Aktionären oder dem Staat geleitet wird. Also wie können wir ein System erreichen, wo die Angestellte einen wirklichen Einfluß auf das Management der Gesellschaft haben können, für das sie arbeiten?
Politische Demokratie und wirtschaftliche Tyrannei?
Der erbitterte Neoliberalismus fegt die ganze Welt. Hier in Japan, um nur ein Beispiel zu geben, werden mehr und mehr Jugenden gezwungen, sich mit einer unstabilen Arbeit niederzulassen, entweder in der Form sogenannten "Freeters" oder "geschickte Angestellte (haken shain)", und können deshalb keinen Plan für ihre Zukunft(Ehe und Erziehung ihrer Kinder) haben, wegen ihrer unsicheren Arbeitsbedingung und ihrer niedrigen Einkommens. Sogar haben formelle Arbeiter Angst vor Entlassung und sind verpflichtet, Überstunden(manchmal 70 bis 80 Stunden pro Woche!) unter ordnungsgemäßigen Lohn oder sogar umsonst(sogenannten "service zangyô") arbeiten. Keiner dieser neuen Sklaven ist mit diesem Umstand froh, aber dies ist der einzige Weg für sein Überleben.
Nun, ich weiß, dass Japan ein extremer Fall ist, wo die Individuen kraftlos vor der "Harmoniekultur"(wa-no bunka) sind, davon die Leute im Archipel stolt sind. Jeder, die ohne Überlegung über die Emotion der Leute an die gesetzlich anerkannten Rechten kleben, werden als "egoistisch" beschuldigt, wie die Entführung drei Japaner 2004 in Irak zeigte. Aber etwas Ähnliches passiert auch in Deutschland, wo einige Arbeiter ihre 35-Stunde aufgaben, um ihren Arbeitgeber nur zu hindern, seine Fabrik zu irgendwo in Osteuropa zu übertragen. Arbeiter haben Angst, dass die Gesellschaft sie entlassen werde, deshalb müssen sie all das tun, was ihnen möglich ist, um ihrem Chef zu gefallen.
Ich verstehe einfach nicht, weil es uns möglich ist, in zwei widersprüchlichen Disziplinen zu leben: politische Demokratie und wirtschaftliche Tyrannei. Können wir irgendeinen Politiker wählen, den wir mögen, aber wofür dient es, während uns Menschenrechte immer noch ins wirtschaftliche Leben genommen werden? Warum gibe es überhaupt niemand, der ernsthaft diskutiert, wie man den gleiche demokratischen Prozeß auch für unsere Wirtschaft erreichen kann, den wir heute in der Politik haben?
Dieser Blog ist nur mein kleiner Versuch, um eine Veränderung an unserer Wirtschaft zu suchen. Ihre Kommentare werden sehr geschätzt.
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