Bis zur wirtschaftlichen Demokratisierung

Komplementärwährungensysteme, solidarische Wirtschaft, Altermondialismus…

Eine Lokalwährung, um die örtliche Wirtschaft in Österreich wieder zu beleben

Die Überliegegeldtheorie Gesells wird kaum erzählt, ohne sich auf die erfolgreiche historische Erfahrung zu beziehen, die innerhalb der Weltwirtschaftskrise in Wörgl, Österreich stattfand. Dieses Mal würde ich Ihnen gern zeigen, wie dieses Währungssystem wirksam wirkte, um der wirtschaftlichen Besserung dieser Gemeinde in Tyrol zu helfen.

Diese kleine Stadt, wie überall in dieser Periode, litt an der Rezession: Im Frühling 1932 waren 350 Personen arbeitlos in einer Stadt mit einer Bevölkerung von nur 4.216 und mehr als 200 von ihnen waren schon ohne Arbeitslosigkeitsversicherung. Die Steuereinnahmen ließen nach und zwar das Rathaus war auch am Rande der Bankrott. Dann entschied sich der Bürgermeister Michael Unterguggenberger im Juli 1932, "Arbeitswertscheine" als eine Lokalwährung herauszugeben, um diese Notlage loszuwerden.

Die Scheine von 1, 5 und 10 Schillingen wurden durch dem Rathaus gedruckt und bezahlt als Gehalt für Bauarbeiter. Jeder Schein lief jeden Monat ab, und eine Briefmarke von 1/100 seines Nennwertes war erforderlich, um ihn wieder gültig zu halten. Das bedeutet, dass Ihrer "Arbeitswertschein" von €10 nur bis zum 31.05 gültig ist, wenn Sie ihn heute (am 09.05) empfangen, und es ist Ihnen erforderlich, eine Briefmarke vom €0,10 zu kaufen und sie auf diesen Schein einzufügen, wenn Sie ihn bis zum Ende dieses Monats ausgeben können nicht. Deshalb wurden die Träger dieser Lokalwährung ermutigt, diese Scheine auszugeben eher als sie bei sich zu horten, und das belebte die wirtschaftlichen Tätigkeitenn in Wörgl wieder. Die durchschnittliche Geldmenge von nur 5.490 Schillingen schuf mehr als 2,5 Millionen Schillinge Transaktionen bloss während ein bisschen mehr als ein Jahr, erlaubend, dass das Rathaus mehr als 100.000 Schillinge für den Tiefbau ausgäbe, und die Arbeitslosigkeit verminderte sich um 1/4. Es gab sogar Leute, die anboten, Steuer im voraus zu bezahlen(würden Sie dasselbe machen, wenn Sie reich genug waren?), denn sie so wohlhabend waren.

Dieser Boom einer parallelen Währung erschreckte aber die zentrale Autorität in Wien und Wörgl musste den Kreislauf dieser wunderbaren Währung im September 1933 anhalten: dieser Erfolg wurde trotzdem in verschiedenen Medien berichtet und bewies, wie wirksam die Theorie Gesells ist. Jetzt arbeitet das Unterguggenberger Institut, Materialien in diesem Zusammenhang zu sammeln und fördert die heutige lokale Initiative "I-motion." Er erhält viele Besuche von jenen, die in Deutschland für die "Regio"(regionale Währungen, nächstes Mal präsentiert zu werden)-Pratiken arbeiten.

Mai 9, 2006 - Verfasst von mig76fr | Pratiken | | Noch keine Kommentare

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