Bis zur wirtschaftlichen Demokratisierung

Komplementärwährungensysteme, solidarische Wirtschaft, Altermondialismus…

Demokratie und Finanz

Die Diskussion über das demokratische Management innerhalb der Firmen genügt nicht, unser letztes Ziel zu erlangen: es ist auch wichtig, nochmals Banken und andere finanzielle Institutionen zu untersuchen, denn dieser Sektor bestimmt, welche Arten von Projekten zu entwickeln.

In der Tat wird der finanzielle Sektor unter anderen wirtschaftlichen Schauspielern am wenigsten demokratisch kontrolliert. Sie deponieren Ihr Geld bei einer Bank, zum Beispiel US$10.000, und Ihre einzige Sorge ist der Zinssatz, in anderen Wörtern die Wachstumsrate Ihres Vermögenswertes, vorausgesetzt, dass die Chance für die Zahlungsunfähigkeit Ihrer Bank null ist. Sie sind froh, wenn Sie einen höheren Ertrag bekommen, und es ist Ihnen einerlei, ob dieser Wuchs von McDonald’ oder eines organischen Bauernhofes, von den verarmten Arbeitern Nikes in Südostasien oder von bescheidenen Handwerkern in Italien, von einem Zerstörer des Regenwaldes in Brasilien oder von einer NGO für die Wiederaufforstung in den Philippinen(ich bin nicht sicher, ob Wiederaufforstung in unserer heutigen Wirtschaf als ein gewinnbringendes Projekt betrachtet wird oder nicht, aber dies ist nur ein Beispiel) kommt.

Diese Struktur führt zur Gedeihung der ökologisch oder gesellschaftlich verwürstenden Projektes, während es den gesellschaftlichen Unternehmen ganz schwierig bleibt, genug finanziert zu werden. Normalerweise können Sie mehr Geld verdienen, indem Sie Menschenrechte und Umgebung ignorieren, weil die Überlegung auf diesen Aspekten Ihnen überhaupt keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen bringt(obwohl die Firmen das Risiko von Boykott und/oder anderen Sanktionen eingehen, wenn sie insofern zu weit gehen), und es ist ganz natürlich, dass die Direktoren sich eher für die Sparung der Kosten interessieren, als für die Verbesserung des Lebensstandards ihrer Angestellten und/oder der Umgebung. Aber ich sehe keine logische Beständigkeit in jenen, die behaupten, dass die Gesellschaft, für die sie arbeiten, ihnen genug bezahle nicht und dass der Zinssatz für ihre Ersparniss zu niedrig sei.

Wir müssen es möglich machen, dass wir es überprüfen können, wie unser Geld benutzt wird, wenn wir eine menschlich und ökologisch freundliche Wirtschaft haben wollen. Die zivile Kontrolle über das Geld ist unentbehrlich, wenn wir unser monetäres Mittel den gesellschaftlich und/oder umweltsmäßig verantwortlichen Projekten leiten wollen. Oder sind wir froh, mehr Geld zu annehmen, während wir die Andere oder unser eigenes Ökosystem verarmen?

April 18, 2006 Geschrieben von | Andere | Hinterlasse einen Kommentar

Weder Kapitalismum noch Kommunismus

Unser Wirtschaftsystem heißt heute Kapitalismus, weil die Firmen (wichtigste wirtschaftliche Schauspieler) für das Kapital (sogenannte Investoren oder Aktionäre) dienen sollten und offensichtlich sehr undemokratisch geleitet werden:  die meisten Firmen gehören den Aktionären, die diese wirtschaftlichen Schauspieler nur als ihre Einkommensquelle sehen.  Die Arbeiter werden, in diesem Gedanken, gleich wie Maschinen, Computer und andere Werkzeugen behandelt, die für ihren Ertragschaffungsprozess notwendig sind, und die Direktoren werden gezwungen, immer unter dem Druck der Aktionäre, so viel wie möglich zu sparen, um den Gewinn zu maximieren.  Sie eröffnen ihre Fabrik in China, wo sie jemanden bekommen können, der für US$100 pro Monat arbeiten will, während sie eine andere in USA, in Westeuropa oder in Japan schließen, wo sie mehr als zehnmal für die gleiche Arbeit bezahlen müssen, nur „um die Ausgabe zu verringern.“  Natürlich gibt es Gesetze in jedem Land für die Schützung der Arbeiter, aber es ist eine universale Regel, dass die Manager Ihre Angestellte nur auf das gleiche Niveau wie Maschinen setzen, mit der folgenden Priorität:  1) Aktionäre (denn sie gekündigt werden, wenn sie ihnen Geld nicht erbringen), 2) Klienten (denn sie ihnen Geld geben) und 3) Arbeiter (denn sie leicht ersetzbar sind).

Wir müssen den Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft klar machen, weil der Kapitalismus ohne Marktwirtschaft ist möglich wie die Marktwirtschaft ohne Kapitalismus.  Ein gutes Beispiel des Kapitalismus ohne Marktwirtschaft ist Monopol(Windows, zum Beispiel), wo der einzige Versorger der Güter und/oder Diensts seinen Preis so hoch wie möglich  hebt, um mehr zu verdienen.  Und man kann einige wirkliche Experienz der Marktwirtschaft ohne Kapitalismus erblicken, sogar heute, zum Beispiel beim Bauernmarkt, wo die Produzenten überhaupt nicht von jemandem regiert werden.

Letztes Jahrhundert sah man die Geburt und den Tod einer Alternative zum Kapitalismus:  kommunistische Länder verstaatlichten alle Firmen, um diese von Aktionären zu befreien und den Lebensstandard der Arbeiter zu verbessern.  Der Mangel an Verfolgung für die Effizienz, im Kapitalismus immer und gewaltsam in der Form des Druckes der Aktionäre, verschlechterte aber diese Firmen und die meisten Länder mußten dieses Regime, ausschließlich Kuba und Nordkorea, aufgeben.

Die beiden Systeme sind ähnlich im Punkt, dass die Arbeiter überhaupt keinen Zugang zum Management der Firma haben, für das sie arbeiten.  Sie sind dem System ausgeliefert, das sie überhaupt keineswegs kontrollieren können, und es macht wenige Unterschied, ob es von privaten Aktionären oder dem Staat geleitet wird.  Also wie können wir ein System erreichen, wo die Angestellte einen wirklichen Einfluß auf das Management der Gesellschaft haben können, für das sie arbeiten?

April 15, 2006 Geschrieben von | Andere | Hinterlasse einen Kommentar

Politische Demokratie und wirtschaftliche Tyrannei?

Der erbitterte Neoliberalismus fegt die ganze Welt. Hier in Japan, um nur ein Beispiel zu geben, werden mehr und mehr Jugenden gezwungen, sich mit einer unstabilen Arbeit niederzulassen, entweder in der Form sogenannten "Freeters" oder "geschickte Angestellte (haken shain)", und können deshalb keinen Plan für ihre Zukunft(Ehe und Erziehung ihrer Kinder) haben, wegen ihrer unsicheren Arbeitsbedingung und ihrer niedrigen Einkommens. Sogar haben formelle Arbeiter Angst vor Entlassung und sind verpflichtet, Überstunden(manchmal 70 bis 80 Stunden pro Woche!) unter ordnungsgemäßigen Lohn oder sogar umsonst(sogenannten "service zangyô") arbeiten. Keiner dieser neuen Sklaven ist mit diesem Umstand froh, aber dies ist der einzige Weg für sein Überleben.

Nun, ich weiß, dass Japan ein extremer Fall ist, wo die Individuen kraftlos vor der "Harmoniekultur"(wa-no bunka) sind, davon die Leute im Archipel stolt sind. Jeder, die ohne Überlegung über die Emotion der Leute an die gesetzlich anerkannten Rechten kleben, werden als "egoistisch" beschuldigt, wie die Entführung drei Japaner 2004 in Irak zeigte. Aber etwas Ähnliches passiert auch in Deutschland, wo einige Arbeiter ihre 35-Stunde aufgaben, um ihren Arbeitgeber nur zu hindern, seine Fabrik zu irgendwo in Osteuropa zu übertragen. Arbeiter haben Angst, dass die Gesellschaft sie entlassen werde, deshalb müssen sie all das tun, was ihnen möglich ist, um ihrem Chef zu gefallen.

Ich verstehe einfach nicht, weil es uns möglich ist, in zwei widersprüchlichen Disziplinen zu leben: politische Demokratie und wirtschaftliche Tyrannei. Können wir irgendeinen Politiker wählen, den wir mögen, aber wofür dient es, während uns Menschenrechte immer noch ins wirtschaftliche Leben genommen werden? Warum gibe es überhaupt niemand, der ernsthaft diskutiert, wie man den gleiche demokratischen Prozeß auch für unsere Wirtschaft erreichen kann, den wir heute in der Politik haben?

Dieser Blog ist nur mein kleiner Versuch, um eine Veränderung an unserer Wirtschaft zu suchen. Ihre Kommentare werden sehr geschätzt.

April 12, 2006 Geschrieben von | Andere | Hinterlasse einen Kommentar

   

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